Keynes und Einstein

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Wir werden in der Lage sein, uns von vielen jener pseudomoralischen Prinzipien zu befreien, die uns über 200 Jahre hinweg gequält haben und mit denen wir einige der widerlichsten menschlichen Qualitäten überschwänglich in den Rang der höchsten Tugenden erhoben haben. Wir werden in der Lage sein, uns zu erlauben, den Wert des Geldmotivs richtig einzuschätzen. Die Liebe zu Geld als Besitz – im Gegensatz zur Liebe zu Geld als ein Weg zu den Freuden und Realitäten des Lebens – wird als das erkannt werden, was es ist: eine einigermaßen abscheuliche Morbidität, eine dieser halb kriminellen, halb krankhaften Neigungen, die man mit einem Schaudern den Händen von Spezialisten auf dem Gebiet der Geisteskrankheiten übergibt.

John Maynard Keynes, Economic Possibilities for Our Grandchildren, 1930


Das wachsende Interesse an der Schaffung einer supranationalen Regierung stellt, wie ich glaube, die größte Hoffnung der Menschheit dar. Ich bin überzeugt, dass die Menschheit sich erst dann aus dem Dunkel der Verzweiflung herausfinden wird, wenn Menschen überall sich auf derselben Basis treffen – das heißt als Verbündete im Kampf für ein universelles Gesetz. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass das gegenwärtige System souveräner Nationen Barbarei, Krieg und Unmenschlichkeit nach sich ziehen muss und dass nur ein Weltrecht zu einer zivilisierten, friedlichen Menschheit führen wird.

Albert Einstein, Rede vom 12. Mai 1947

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