Monetäre Macht

From Weltmachtgeld

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Dieses Buch handelt von der Macht des Geldes.

Gemeint ist aber nicht die Macht jener, die Geld haben, sondern jener, die es erzeugen können. Denn die wahre Macht des Geldes liegt nicht in dessen Besitz, wie so oft vermutet wird. Sondern in dessen Schöpfung.

Diese Fähigkeit der Geldschöpfung ist die Spitze der Macht: denn sie ermöglicht, Geld auszugeben, ohne welches zu verlieren. Sie erlaubt die Aneignung fremden Eigentums ebenso wie die Ausübung von Macht gegen den Willen und auf Kosten anderer. Diese monetäre Macht verbirgt sich hinter einem unscheinbaren Namen: Währungshoheit. Sie ist wesentliche Grundlage staatlicher Machtausübung, allem voran der Finanzierung von Kriegen.

Wie monetäre Macht funktioniert? Das will dieses Buch erklären.


Eine eher private Anmerkung

Beim Verfassen dieses Buchs hat mich immer wieder der Gedanke ereilt, meine Ausführungen könnten mir als Antiamerikanismus ausgelegt werden.

Dabei war es einfach der Lauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts, der den USA die Rolle einer Hegemonialmacht bescherte. Diese Rolle haben die USA ausgebaut und verteidigt und dabei im Wesentlichen nur das getan, was man wohl auch von allen anderen Nationen erwarten würde: Sie haben ihre nationalen Interessen verfolgt. Sicherlich waren sie dabei nicht immer zimperlich und häufig weder klug noch rücksichtsvoll. Aber gibt es eine Nation, die ihre Macht nicht ausgenutzt hätte?

Es ist eine beklagenswerte Eigenschaft der Macht, dass sie ihren eigenen Interessen stets lieber dienen möchte als den moralisch begründeten Interessen Dritter. Macht will sich ausbauen und erweitern, oft ist sie gleichermaßen korrupt wie korrumpierend, und immer will sie wachsen – zwangsläufig auf Kosten anderer. Daher kann man sich eine moralisch handelnde Macht zwar wünschen, aber kaum erwarten. Da sich die Ausübung von Macht durch moralische Anwürfe allein nicht in andere Bahnen lenken lässt, müssen wir andere Schritte gehen; die Schaffung geeigneter Machtstrukturen.

Wie dieses Buch zu lesen ist

Das vorliegende Buch muss nicht von vorne bis hinten gelesen, sondern es kann getrost zwischen den Abschnitten gesprungen werden. Vor, zurück oder auch quer.

Einen ersten Überblick erhält, wer zunächst das Inhaltsverzeichnis liest. Genaueren Einblick oder erinnernden Rückblick bieten dann die Einführungen und Zusammenfassungen.

Da die ausführlichen Zitate jeweils einleitend zusammengefasst sind, können eilige Leser sie zunächst überspringen. Aber sie verpassen etwas:

Denn die Zitate dienen der Vertiefung und vermitteln das Atmosphärische der Akteure und ihren jeweiligen Zeitgeist. Etwa die Grobheit Joseph Goebbels, die wunderbar gewählten Worte Sir John Maynard Keynes', die manchmal an John Wayne erinnernde Geradheit Harry Dexter Whites oder die sibyllinischen Satzkonstruktionen Alan Greenspans.

Aber wer will, soll das Buch natürlich gerne auch in einem einzigen Fluss von vorne bis hinten durchlesen. Weiterführende Literatur ist den Fußnoten und der Bibliografie zu entnehmen.

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